In unserer Ambulanz arbeitet ein Team bestehend aus Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Diplom-Psychologen, Diplom-Pädagogen, Ergotherapeuten, Diplom-Sozialpädagogen / Familientherapeuten und Medizinischen Fachangestellten.
Diagnostik
Zunächst klären wir deine Diagnose. Wir führen erste Gespräche und nutzen verschiedene testpsychologische Verfahren, um uns ein genaues Bild von deiner aktuellen Problematik zu machen.
Mit dem Einverständnis deiner Eltern holen wir auch Meinungsbilder aus anderen wichtigen Bereichen ein, wie z.B. deiner Schule, Kindergarten und fordern bei Ärzten oder Therapeuten, die dich schon behandelt haben ggf. Vorbefunde an.
In drei bis fünf Terminen jeweils im Abstand von einigen Wochen findet diese Diagnostikphase statt. Sie ist eine wichtige Grundlage für die weitere Planung deiner Behandlung. Es ist für uns wichtig, über einen längeren Zeitraum den Verlauf deiner Problematik zu beobachten, um nicht nur eine Momentaufnahme der Störung zu erhalten.
Nach der Diagnostik führen wir ein Standortgespräch oder Auswertungsgespräch durch, in dem wir mit dir und deinen Eltern über das Ergebnis der Diagnostik sprechen.
Wir überlegen gemeinsam, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, geben dir und deinen Eltern Empfehlungen und planen deine Behandlung. Sind mehrere Helfersysteme außerhalb der Institutsambulanz beteiligt, z.B. Schulsozialarbeit, Kooperationslehrer, Allgemeiner Sozialer Dienst oder andere, werden diese bei Bedarf und auf Wunsch der Familie zu einem Runden Tisch eingeladen, um das weitere Vorgehen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten abzustimmen.
Notfälle und Kriseninterventionen
Bei Notfällen und Kriseninterventionen gehen wir etwas anders vor: Hier geht es oft darum, einzuschätzen, ob aktuell eine Gefahr für dich oder andere (z.B. Eigen- oder Fremdgefährdung) besteht. Es ist dann am wichtigsten, diese Gefahr abzuwenden. In einer Notfallsituation vereinbaren wir deshalb einen raschen, eventuell auch sofortigen Termin in unserer Institutsambulanz.