Der Pflege- und Erziehungsdienst ist in ein multidisziplinäres und qualitätsbewusstes Behandlungsteam integriert und zeichnet sich durch Patientennähe aus. Im Mittelpunk der pflegerisch-erzieherischen Tätigkeit stehen der Patient und seine persönlichen Anliegen.
Unser Pflege- und Erziehungsverständnis gründet darauf, den Patienten während seines Aufenthaltes in unserer Klinik zu unterstützen.
Die Mobilisierung der erkennbaren und vorhandenen Ressourcen ist für uns selbstverständlich und gehört unabdingbar zur aktivierenden psychiatrischen Pflege.
Wir sehen Pflege als einen eigenständigen Beitrag und als Ergänzung zur ärztlichen Handlung mit der Zielsetzung, die Sicherheit des Patienten bestmöglich zu gewährleisten. Gleichzeitig wird aber auch ein risikobehafteter Freiraum eingeräumt, der für die Entwicklung der "Selbstpflegekompetenz" dringend notwendig ist.
Unsere "Theoretische Grundlage für die Pflegerische Praxis" stellt unser grundlegendes Pflegeverständnis dar. Das Handeln auf der Basis von Modellen und Pflegetheorien nach Frau Peplau und Frau Käppeli begründet die fachkompetente Entscheidung über pflegerische Maßnahmen. Der Einsatz von Pflegehilfsmitteln und das Festlegen von Prioritäten können auf der Basis eines anerkannten theoretischen Rahmens effektiv und nachvollziehbar erfolgen. Eine geplante und zielgerichtete Pflege beruht nach den Kriterien des Pflegeprozesses im Wesentlichen auf unseren pflegetheoretischen Grundlagen.
Die praktische Umsetzung dieses Wissens ermöglicht die pflegerisch-therapeutische Beziehungsaufnahme zum Patienten. Mit dem Pflegeprozess steht der Pflege ein Instrument zur Verfügung, das eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Patienten schafft. Selbstverständlich werden auch Angehörige und wichtige Bezugspersonen einbezogen, um die Integration bzw. Reintegration zu gewährleisten.
Ganzheitliche und individuelle Pflege und Behandlung, einschließlich des Pflegeplanes und der Pflegemaßnahmen, beruhen auf den Erkenntnissen, die aus dem diagnostischen Prozess der Pflege gewonnen werden. Deshalb kommt der Pflegediagnostik eine zunehmende Bedeutung innerhalb des Pflegeprozesses zu.
Ableitend davon werden mit dem Patienten Pflegepläne erstellt. Somit ist ein zielorientierter Vorgang gewährleistet, der mit dem Pflege- und Behandlungsteam verbindlich abgestimmt und evaluiert wird. Die Pflegeleistungen werden dokumentiert.
In der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden neben der psychiatrischen Pflege auch erzieherische Aufgaben wahrgenommen und dokumentiert.
Eine der wichtigen Aufgaben des Pflegepersonals in unserer Klinik ist die Gestaltung und Durchführung unterschiedlicher pflegetherapeutischer Gruppen. Diese sind in unseren Stationskonzepten verankert, damit das pflegerische Handeln qualifiziert, differenziert und nachvollzogen werden kann. Somit prägt die Pflege auch die Gestaltung des therapeutischen Milieus.
In unterschiedlichen Besprechungsformen, die fest in der Ablauforganisation verankert sind (Regelkommunikation), können die Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Fachkompetenz einbringen und tragen somit zur Qualitätssicherung bei.