Die Arbeitstherapie wird stationsübergreifend angeboten. In der Regel wird diese Therapieform gegen Ende des klinischen Aufenthalts als Vorbereitung für eine Wiedereingliederung eingesetzt. Wichtigstes Merkmal ist dabei die Nutzung arbeitsspezifischer Inhalte als Mittel zur Erreichung eines übergeordneten, individuell definierten Therapieziels. Es knüpft an die kompetenzzentrierte Methodik des Basisangebots an, in dem die Patienten eine Stabilisierungsphase durchliefen und nun mit Belastungsfaktoren aus dem Arbeitsalltag konfrontiert werden.
In Form einer Belastungserprobung zur Berufsvorbereitung wird versucht, den Patienten eine selbstständige Einschätzung ihrer Fähigkeiten und Defizite zu ermöglichen. Der Fokus des Therapeuten liegt dabei auf der Beobachtung und der Analyse des Arbeitsverhaltens. Das Wahrnehmen der gesamten Persönlichkeit des Patienten ist wichtig, um krankheitsbedingte Einschränkungen und Minderungen zu erfassen, diese zu reflektieren und somit beim Patienten ein Verständnis für die eigenen Fähigkeiten zu schaffen. Im Idealfall kann so eine Änderung des Verhaltens initiiert werden.