DBT-Station: Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen

DBT-Station: Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen

Wir behandeln mit dem spezifischen DBT (Dialektisch-Behaviorale-Therapie) Konzept.

DBT- und Traumafolgestörungen (Station D2)

Die Station D2 ist eine offen geführte gemischt geschlechtliche Station mit 19 Betten  (9 Doppelzimmer und 1 Einzelzimmer).

Wie Sie bei uns aufgenommen werden können

Die Anmeldung erfolgt über unsere Institutsambulanz 

Montag
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Dienstag
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Mittwoch
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Donnerstag
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Freitag
8 bis 12 Uhr
13 bis 15:30 Uhr

Sie erreichen uns unter folgender Nummer:+49 781 488 700

Wir nehmen geplant auf, d. h. es gibt eine Warteliste. Bei Bedarf kann auch ein persönliches Vorgespräch oder eine telefonische Abklärung erfolgen.

Informationen für Angehörige

Wir bieten nach Bedarf ein Angehörigengespräch im Rahmen der Therapiezeiten an. Wir haben großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den Angehörigen. Unsere Therapeuten nehmen auf Wunsch in der Regel in Abstimmung mit den Patienten Kontakt mit Ihnen auf. 

Zum Behandlungskonzept gehören auch sogenannte Belastungserprobungen an Wochenenden, dazu halten sich die Patienten zunächst stundenweise und im Verlauf auch längere Zeit in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung auf.

Eine Angehörigengruppe wird über unsere Ambulanz angeboten (Kontakt: +49 781 488 700).

Weitere Informationen zu Besuchszeiten und andere nützliche Hinweise entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

Für die Kinder unserer Patienten bieten wir in Kooperation mit dem Landratsamt eine Sprechstunde an (Kinderblick). 

Was wir behandeln

  • Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle
  • ADHS im Erwachsenenalter
  • Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]
  • Emotional instabile Persönlichkeitsstörungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Psychische und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung
  • Adipositas
  • Agoraphobie
  • Angststörung/Phobische Störung
  • Anorexia nervosa
  • Belastungsstörungen
  • Binge Eating
  • Bulimie
  • Dissoziative Fugue
  • Dissoziative Identitätsstörung
  • Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (Rentenneurose), Artifizielle Störung
  • Generalisierte Angststörung
  • Kleptomanie
  • Panikstörung
  • Pathologisches Spielen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns Frontalhirnsyndrom, Persönlichkeitsstörungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Phobische Störungen
  • Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen
  • Soziale Phobie
  • Spezifische Phobie
  • Störungen der Geschlechtsidentität
  • Störungen der Sexualpräferenz
  • Traumafolgestörungen (PTBS und komplexe PTBS)
  • Trichotillomanie
  • Zwangsstörung
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Wie wir Sie behandeln

Nach einer ausführlichen Diagnostik und Analyse der bestehenden Problematik erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam einen individuellen Therapieplan.

In den Therapiegesprächen informieren wir Sie ausführlich über Ihre Erkrankung.

Sie haben einen festen Ansprechpartner im Pflegeteam, der Sie im Klinikalltag unterstützt.

Ein Schwerpunkt auf unserer Station ist die Psychotherapeutische Verhaltenstherapie, ergänzt um kognitive und psychodynamisch-imaginative Verfahren:

  • Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT, bzw. DBT/PTBS) nach Marsha Linehan: spezielle Form der Verhaltenstherapie. Sie üben mit den Therapeuten, wie Sie selbst mit Ihren Problemen umgehen können.
  • Stabilisierungsverfahren zur Vorbereitung einer Traumaexposition
  • Imaginative Verfahren: durch angeleitete Tagträume werden unbewusste psychische Prozesse sichtbar. Diese Verfahren dienen beispielsweise zur Behandlung von Alpträumen.
  • Begleitet zur Psychotherapie setzen wir in vielen Fällen eine psychopharmakologische Behandlung ein. Dabei setzen wir Medikamente entsprechend neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ein.

So läuft die Therapie ab

Diagnostik- und Stabilisierungsphase: 

  • Wir untersuchen Ihre Beschwerden und Ihre Verhaltensmuster und ordnen diese ein.
  • Wir helfen Ihnen aus akuten Krisen.
  • Wir sprechen mit Ihnen über Auslöser und Hintergründe Ihrer Erkrankung.
  • Wir motivieren Sie für eine tiefer gehende psychotherapeutische Behandlung.
  • Wir legen Ihre Therapieziele für die psychotherapeutische Behandlung fest.


Therapiephase: 

Schwerpunkte der Therapie sind:

  • Verhaltenstherapie (DBT: Dialektisch Behaviorale Therapie)
  • Vermittlung von Selbstmanagementstrategien: Sie lernen, wie Sie selbst mit Ihrer Erkrankung umgehen können.
  • ggf. Expositionsbehandlung: kontrollierte Auseinandersetzung mit angstauslösenden Reizen und Übungen zum Umgang mit den Ängsten
  • Außenaktivitäten (im zweiten Teil der Therapie), auch mit Unterstützung von Sozialarbeitern: z.B. Berufsfindung, Belastungserprobungen, beruflicher Wiedereinstieg

Ergänzende Therapien sind:

  • Arbeitstherapie (Büro, Holz, Papier)
  • computergestütztes kognitives Training
  • Betreuung durch Sozialarbeiter

Ihre Behandlung findet in einzeltherapeutischen Gesprächen statt (ein- bis zweimal pro Woche) sowie in Gruppentherapien: Themen dort sind Krankheitsverständnis, Training von Fertigkeiten, Austausch über Bewältigungserfahrungen und gegenseitige Unterstützung. 

Unsere Therapiemethoden

Traumainformationsgruppe bzw. DBT-Basisgruppe

Hier werden Sie zum Experten für Ihre Krankheit. Sie bauen ein Krankheitsverständnis auf und tauschen sich mit anderen Patienten aus.

Skillsgruppen

Hier üben Sie Strategien, mit denen Sie Ihre Beschwerden bewältigen können.

Soziales Kompetenztraining

Aufbau von Fertigkeiten in den Bereichen zielorientiertes Handeln, Beziehung, Selbstachtung sowie 'Ja-Sagen', 'Nein-Sagen' und 'Um-etwas-bitten'.

Achtsamkeit

Schulung der Wahrnehmung und Akzeptanz eigener Gedanken und Empfindungen als Grundlage für eine erfolgreiche Problembewältigung.

Bezugsgruppe

Gegenseitige Unterstützung, Förderung des Selbstmanagements und Übertragung des Gelernten in das Alltagsleben.

Ergotherapie

Die Ergotherapie in der MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe setzt sich aus unterschiedlichen Angeboten zusammen. So können wir Ihre Behandlung an die unterschiedlichen Phasen des Heilungsprozesses anpassen.

Basisangebot
Übungen aus dem Freizeit- oder Alltagsbereich vermitteln Sicherheit und erleichtern Ihnen den Einstieg in weitere Therapieangebote. Sie können bei Aktivitäten wie Seidenmalerei oder Holzbearbeitung vorhandene Fähigkeiten anwenden. Der Therapeut zeigt Ihnen dabei Möglichkeiten auf, wie Sie die jeweiligen Ziele erreichen können.

Gedächtnistraining, Aufmerksamkeitsprüfung, Fahreignungsuntersuchung
Mit speziellen PC-Programmen trainieren Sie bestimmte Hirnleistungen: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Denken und Gedächtnis. Die Fahreignung untersuchen wir mit speziellen Tests. Dabei werden etwa Belastbarkeit, Orientierung, Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktion getestet.

Kunsttherapie
Sie können sich künstlerisch ausprobieren und Bilder und Objekte gestalten.
Die Auseinandersetzung mit Farbe, Ton, Stein und anderen Materialien macht psychische Prozesse sichtbar. Ein offenes Atelier bietet Ihnen die Möglichkeit, sich zusätzlich zur Gruppentherapie intensiv in den künstlerischen Prozess zu begeben. 

Arbeitstherapie
Die Arbeitstherapie bereitet gegen Ende des Klinikaufenthalts Ihre berufliche Wiedereingliederung vor.
Probeweise setzen Sie sich (Arbeits-)Belastungen aus. Dadurch können Sie Ihre Fähigkeiten und Einschränkungen selbstständig einschätzen. Der Therapeut beobachtet und unterstützt Sie dabei, bestimmte Verhaltensweisen gegebenenfalls zu ändern.

Physiotherapie

Sport und Bewegungstherapie
Spiele wie Volleyball, Badminton und Gymnastik aktivieren Sie, bauen Stress und Anspannungen ab, regen Herz und Kreislauf an und fördern Spaß an der Bewegung mit anderen. 

Krankengymnastik
Die Krankengymnastik soll körperlichen Einschränkungen entgegenwirken und Schmerzen lindern. Sie trainieren Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer, üben Entspannungstechniken und nehmen an Haltungs- und Bewegungsschulungen teil.

Hockergymnastik
Die Gymnastik im Sitzen mit Hilfsmitteln wie Tüchern, Stöcken, Hanteln oder Therapiebändern aktiviert und mobilisiert, regt Ihren Kreislauf an und weckt Spaß an der Bewegung.

Walking und Spaziergänge
Gehen in verschiedenen Varianten: flott, meditativ oder entspannend

Atem und Haltung
Atem-, Kräftigungs- und Dehnübungen fördern Ihre Beweglichkeit, Entspannung und die Körperwahrnehmung. 

Fernöstliche Bewegungsübungen
Qigong-Übungen (weich fließende und langsam ausgeführte Bewegungen im Stehen) unterstützen die Funktion von Atmung, Verdauung und des Bewegungsapparats. Die Übungen fördern Durchblutung, Energiefluss, Kraft und Beweglichkeit, lösen Blockaden und helfen Ihnen, innere Ruhe zu finden.

Rückenschule
Übungen zur Entspannung, Körperwahrnehmung und Körpererfahrung sowie eine Haltungs- und Bewegungsschulung wirken Rückenschmerzen entgegen.

Therapeutische Klettergruppe
Beim Klettern üben Sie körperliche und mentale Fähigkeiten. Das gemeinsame Klettererlebnis in der Gruppe trainiert Ihre sozialen Kompetenzen und fördert Ihr Selbstbewusstsein.

Pflegetherapeutisches Angebot

Auf der Station sind Pflegefachkräfte rund um die Uhr da. Wir unterstützen und fördern Ihren Behandlungs- und Genesungsprozess unter Anwendung von wissenschaftlich fundierten Pflege-und Behandlungsstandards.

Zusatzqualifikationen unserer Pflegefachkräfte:

  • 2 DBT Therapeutinnen
  • 6 Akupunkturtherapeuten/innen
  • 3 Aromatherapeuten/innen
  • 2 soziale Kompetenztrainer/innen
  • 1 Fachkrankenschwester für Psychiatrie

Wir arbeiten eng mit allen Berufsgruppen in einem multiprofessionellen Team zusammen.

Bezugspflege:
Von der Aufnahme bis zur Entlassung werden Sie von Ihrer Bezugspflegekraft begleitet. Im Bezugspflegegespräch werden Ihre individuellen Anliegen besprochen, sie lernen Fertigkeiten, die Sie unterstützen Ihre Probleme zu lösen und Ihren Alltag besser bewältigen zu können. Gemeinsam erstellen wir eine Skillssammlung, die auf Ihre aktuelle Lebenssituation abgestimmt ist.

Pflegetherapeutische Gruppen:

  • Einsteigergruppe:
    Hier vermitteln wir Ihnen Basiswissen über Skills/Fertigkeiten.
  • Skillsgruppe:
    Orientiert sich an den Modulen:
    Achtsamkeit, Umgang mit Gefühlen, Zwischenmenschliche Fertigkeiten, Selbstwert und Stresstoleranz.
  • Achtsamkeitsgruppe:
    Achtsamkeit bedeutet das bewusste, nicht wertende Wahrnehmen oder Teilnehmen im Augenblick. Dabei wird der Augenblick so angenommen wie er gerade ist. Das Ziel ist, Gefühl und Verstand in ein Gleichgewicht zu bringen.
  • Akupunktur:
    Wir bieten Ihnen Ohrakupunktur nach NADA in der Gruppe an.

Weitere Informationen zum Download

Wer Sie behandelt

Dr. med. Andrea Temme

Dr. med. Andrea Temme

Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (Erwachsene)

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Wie Sie uns kontaktieren können

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) +49 781 488 700