PIA Rastatt

PIA Rastatt

In der psychiatrischen Institutsambulanz in Rastatt behandeln wir Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen kinderpsychiatrischen Erkrankungen im Alter von 3 bis 18 Jahren. Die Behandlung ist Teil einer Krankenhausbehandlung, findet aber ambulant statt.

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) für Kinder und Jugendliche in Rastatt

In der psychiatrischen Institutsambulanz unserer Außenstelle in Rastatt behandeln wir Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen, bei denen eine sogenannte krankenhausnahe Behandlung nötig ist. Das bedeutet, dass wir die Krankenhausleistungen ambulant einsetzen können. 

Anmeldung in der Ambulanz

Sie können Ihr Kind telefonisch in unserer Ambulanz anmelden. Wir erfragen bei diesem ersten Gespräch bereits wichtige Daten über Ihr Kind und dessen Probleme. Danach vereinbart ein Mitarbeiter der Klinik mit Ihnen einen ersten Termin. Dieser findet bei dem sogenannten fallführenden Therapeuten statt, der Sie und Ihr Kind während der gesamten Behandlungsphase begleitet. Es ist auch möglich, sich vom Arzt überweisen zu lassen. Bitte bringen Sie in jedem Fall Ihre Krankenversicherungskarte mit.

Das Einverständnis aller sorgeberechtigten Personen ist bei uns Voraussetzung für die Aufnahme der Behandlung.

Eine ambulante Notfallversorgung wird rund um die Uhr durch den diensthabenden Arzt gewährleistet. Während der Öffnungszeiten unserer Institutsambulanz erfolgt diese für Kinder und Jugendliche aus dem Einzugsbereich (Rastatt und Umland sowie Baden Baden) vor Ort. Außerhalb dieser Zeiten ist die Versorgung über die Klinik in Offenburg abgesichert.

Was wir behandeln

  • ADHS und Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
  • Affektive Störungen
  • Depressionen (akut & chronisch)
  • Emotionale Störungen des Kindesalters
  • Pica-Syndrom
  • Schizophrenie
  • Anorexia nervosa
  • Autismus
  • Binge Eating
  • Bulimie
  • Entwicklungsstörungen
  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • schizotype und wahnhafte Störungen
  • Schlafstörungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen des Kindesalters
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Außerdem behandeln wir weitere Störungen, wenn diese stark ausgeprägt sind, mit hoher Dynamik verlaufen (d. h. häufige Krisensituationen eintreten) oder chronisch sind. Wie z.B.:

  • Notfälle jeglicher Art
  • Störungen mit chronischem Verlauf (Dauer über 6 Monate)
  • Störungen, die häufige stationäre Aufenthalte bedingen
  • Störungen mit hoher Krankheitsdynamik und wiederkehrenden Krisensituationen
  • Mehrfachdiagnosen (Nebeneinanderbestehen von mehreren Störungen, z.B. ADHS und Lese-Rechtschreibstörung)

Auch wenn es bestimmte therapeutische Angebote an anderer Stelle nicht gibt ist eine Behandlung in unserer Ambulanz möglich, etwa wenn:

  • Komplexleistungen notwendig sind (d.h. mehrere Behandler zusammenarbeiten und die Anwendung verschiedener Therapieverfahren sinnvoll erscheint)
  • besondere Schwierigkeiten bestehen, eine kontinuierliche Behandlung an anderer Stelle wahrzunehmen (z.B. bei Notwendigkeit nachgehender Betreuung)

Wie wir Dich behandeln

In unserer Ambulanz arbeitet ein Team bestehend aus Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Diplom-Psychologen, Diplom-Pädagogen, Ergotherapeuten, Diplom-Sozialpädagogen / Familientherapeuten und Medizinischen Fachangestellten. 

Diagnostik

Zunächst klären wir deine Diagnose. Wir führen erste Gespräche und nutzen verschiedene testpsychologische Verfahren, um uns ein genaues Bild von deiner aktuellen Problematik zu machen. 

Mit dem Einverständnis deiner Eltern holen wir auch Meinungsbilder aus anderen wichtigen Bereichen ein, wie z.B. deiner Schule, Kindergarten und fordern bei Ärzten oder Therapeuten, die dich schon behandelt haben ggf. Vorbefunde an.

In drei bis fünf Terminen jeweils im Abstand von einigen Wochen findet diese Diagnostikphase statt. Sie ist eine wichtige Grundlage für die weitere Planung deiner Behandlung. Es ist für uns wichtig, über einen längeren Zeitraum den Verlauf deiner Problematik zu beobachten, um nicht nur eine Momentaufnahme der Störung zu erhalten.
Nach der Diagnostik führen wir ein Standortgespräch oder Auswertungsgespräch durch, in dem wir mit dir und deinen Eltern über das Ergebnis der Diagnostik sprechen. 

Wir überlegen gemeinsam, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, geben dir und deinen Eltern Empfehlungen und planen deine Behandlung. Sind mehrere Helfersysteme außerhalb der Institutsambulanz beteiligt, z.B. Schulsozialarbeit, Kooperationslehrer, Allgemeiner Sozialer Dienst oder andere, werden diese bei Bedarf und auf Wunsch der Familie zu einem Runden Tisch eingeladen, um das weitere Vorgehen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten abzustimmen.

Notfälle und Kriseninterventionen
Bei Notfällen und Kriseninterventionen gehen wir etwas anders vor: Hier geht es oft darum, einzuschätzen, ob aktuell eine Gefahr für dich oder andere (z.B. Eigen- oder Fremdgefährdung) besteht. Es ist dann am wichtigsten, diese Gefahr abzuwenden. In einer Notfallsituation vereinbaren wir deshalb einen raschen, eventuell auch sofortigen Termin in unserer Institutsambulanz.

Behandlung/Therapie

Die folgenden Behandlungsformen nutzen wir in unserer Ambulanz:

Beratung

Wir beraten Kinder, deren Eltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen. Im Abstand von jeweils mindestens drei Wochen finden diese Beratungsgespräche statt. Die Beratung kann auch begleitend zu anderen therapeutischen Angeboten in unserer Ambulanz wahrgenommen werden.

Therapie

Die Therapie kann als Einzel-, Gruppen- oder Familientherapie stattfinden. Grundsätzlich wenden wir anerkannte psychotherapeutische Verfahren an und sind nicht an eine Therapieschule gebunden. Dazu gehört ein Schwerpunkt in Verhaltenstherapie, aber auch andere Therapieverfahren wie tiefenpsychologische Therapien, Systemische Therapie, etc.

Gruppentherapien

Fertigkeitentraining nach DBT-A

Beim sogenannten "Skills-Training" vermitteln wir dir Strategien, die dir helfen sollen, aufmerksamer und toleranter zu sein, deine Gefühle besser zu kontrollieren. Auch dein Umgang mit anderen Menschen wird in Verhaltensexperimenten trainiert. Gemeinsam mit einer Bezugsperson nimmst du an der Therapie teil. Die Therapie stützt sich auf das Konzept der sogenannten DBT-A (Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente) und beinhaltet eine Vielzahl an Methoden. 

Das Training findet wöchentlich für 2 Stunden in 12 bis16 Terminen statt, meist als Ergänzung zu einer Einzeltherapie.

Soziales Kompetenztraining für Kinder oder Jugendliche

Im Sozialen Kompetenztraining vermitteln wir Kindern und Jugendlichen jeweils in altersgleichen Gruppen sozial kompetente Verhaltensweisen. Wir spielen in der Gruppe Alltagssituationen durch und besprechen Themen wie Kommunikation, Gefühle, Konflikte, Selbstsicherheit, sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber auch Themen, die die Jugendlichen selbst mit in die Gruppe bringen.

Lerntherapie

Bei der Lerntherapie fördern wir Kinder und Jugendliche, die in ihrer Leistung beeinträchtigt sind. Mit Konzentrations- und Gedächtnistraining sowie Training des positiven Lernverhaltens. Gemeinsam mit dir finden wir Strategien, wie du dich zum Lernen motivieren kannst und wie du Erfolge erzielen kannst. Ziel ist es, dass du deine Aufgaben selbstständiger, strukturierter und effektiver lösen kannst. 

Gemeinsam mit deinen Eltern erörtern wir, welche Lernstrategien in der Schul- oder Hausaufgabensituation sinnvoll umzusetzen sind.

ADHS-Elterntraining

Die „ADHS-Elterngruppe“ richtet sich an Eltern von Kindern mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen in Kombination mit Verhaltensauffälligkeiten. Neben dem Austausch zwischen den Eltern werden psychoedukative Ansätze (Was versteht man unter ADHS? Wie kann ein erfolgreicher Umgang gelingen?) vermittelt und Erziehungskompetenzen anhand konkreter Situationen gestärkt.

Die Gruppe besteht aus maximal sechs Eltern(-paaren) und trifft sich zu acht Terminen in vierzehntägigem Rhythmus (mittwochs 17 bis 18.30 Uhr). Die Gruppenteilnahme erfordert eine zuvor erfolgte kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik und die Anbindung an die psychiatrische Institutsambulanz in Rastatt.

Gruppentherapie Esstörungen

Die Gruppentherapie Essstörungen wendet sich an Kinder und Jugendliche mit einer Essproblematik. Die therapeutisch und fachärztlich geleitete Gruppe möchte aufklären, Interventionen zur Normalisierung des Essverhaltens und zur Veränderung des Körperbildes vermitteln, die Motivation hierzu fördern und den Austausch von Betroffenen ermöglichen. 

Die Gruppe besteht aus fünf bis sieben Teilnehmern und trifft sich zu acht Terminen im vierzehntägigen Rhythmus (dienstags von 17 bis 19 Uhr).

Weitere Informationen zum Download

Wer Dich behandelt

Dr. med. Reta Pelz

Dr. med. Reta Pelz

Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche)

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Dr. med. Marie-Christine Belluc

Dr. med. Marie-Christine Belluc

Leitende Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche) PIA Rastatt

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

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