PIA Offenburg

PIA Offenburg

In der Institutsambulanz behandeln wir psychisch kranke Kinder und Jugendliche, die je nach Art, Schwere oder Dauer ihrer psychischen Erkrankung ein krankenhausnahes, komplexes Behandlungsangebot benötigen.

Klinik an der Lindenhöhe, Offenburg

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) für Kinder und Jugendliche 

Wir behandeln in unserer psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) in Offenburg Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen, bei denen eine sogenannte krankenhausnahe Behandlung nötig ist. Das bedeutet, dass die Ambulanz zu einem Krankenhaus dazu gehört und wir dort die Krankenhausleistungen ambulant einsetzen können. 
Eine Behandlung in der PIA kann z.B. nach einer stationären Therapie in der Psychiatrie oder bei einer schweren, lange andauernden Krankheit sinnvoll sein. 

Anmeldung in der Ambulanz

Sie können Ihr Kind telefonisch in unserer Ambulanz anmelden. Wir erfragen bei diesem ersten Gespräch bereits wichtige Daten über Ihr Kind und dessen Probleme. Danach vereinbart ein Mitarbeiter der Klinik mit Ihnen einen ersten Termin. Dieser findet bei dem sogenannten fallführenden Therapeuten statt, der Sie und Ihr Kind während der gesamten Behandlungsphase begleitet. Es ist auch möglich, sich vom Arzt überweisen zu lassen. Bitte bringen Sie in jedem Fall Ihre Krankenversicherungskarte mit.

Das Einverständnis der sorgeberechtigten Personen ist bei uns Voraussetzung für die Aufnahme der Behandlung. Wenn Sie Ihr Kind für die stationäre bzw. teilstationäre Behandlung (in der Tagesklinik) anmelden möchten, melden Sie sich bitte beim Chefarztsekretariat.

Telefonische Terminvereinbarung+49 781 9192 470

Unsere Sprechzeiten

Montag
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Dienstag
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Mittwoch
8 bis 12 Uhr
13 bis 16 Uhr
Donnerstag
8 bis 12 Uhr
13 bis 17 Uhr
Freitag
8 bis 12 Uhr
13 bis 15:30 Uhr

Was wir behandeln

  • ADHS und Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
  • Affektive Störungen
  • Depressionen (akut & chronisch)
  • Emotionale Störungen des Kindesalters
  • Pica-Syndrom
  • Schizophrenie
  • Anorexia nervosa
  • Autismus
  • Binge Eating
  • Bulimie
  • Entwicklungsstörungen
  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • schizotype und wahnhafte Störungen
  • Schlafstörungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen des Kindesalters
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Patienten mit diesen Diagnosen können in unserer Ambulanz behandelt werden:

Außerdem behandeln wir weitere Störungen, wenn diese stark ausgeprägt sind, mit hoher Dynamik verlaufen (d.h. häufige Krisensituationen eintreten) oder chronisch sind. Wie z.B.:

  • Notfälle jeglicher Art
  • Störungen mit chronischem Verlauf (Dauer über 6 Monate)
  • Störungen, die häufige stationäre Aufenthalte bedingen
  • Störungen mit hoher Krankheitsdynamik und wiederkehrenden Krisensituationen
  • Mehrfachdiagnosen (Nebeneinanderbestehen von mehreren Störungen, z.B. ADHS und Lese-Rechtschreibstörung)

Auch wenn es bestimmte therapeutische Angebote an anderer Stelle nicht gibt, ist eine Behandlung in unserer Ambulanz möglich, etwa wenn:

  • Komplexleistungen notwendig sind (d.h. mehrere Behandler zusammenarbeiten und die Anwendung verschiedener Therapieverfahren sinnvoll erscheint)
  • besondere Schwierigkeiten bestehen, eine kontinuierliche Behandlung an anderer Stelle wahrzunehmen (z.B. bei Notwendigkeit nachgehender Betreuung)

Wie wir dich behandeln

In unserer Ambulanz arbeitet ein Team bestehend aus Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Diplom-Psychologen, Diplom-Pädagogen, Ergotherapeuten, Lerntherapeuten, Diplom-Sozialpädagogen / Familientherapeuten, Medizinischen Fachangestellten und Fachwirten für m​edizinisch ambulante Versorgung. 

Diagnostik

Zunächst klären wir deine Diagnose. Wir führen erste Gespräche und nutzen verschiedene testpsychologische Verfahren, um uns ein genaues Bild von deiner aktuellen Problematik zu machen. 

Mit dem Einverständnis deiner Eltern holen wir auch Meinungsbilder aus anderen wichtigen Bereichen ein, wie z.B. deiner Schule, Kindergarten und fordern bei Ärzten oder Therapeuten, die dich schon behandelt haben ggf. Vorbefunde an.

In drei bis fünf Terminen jeweils im Abstand von zwei bis drei Wochen findet diese Diagnostikphase statt. Sie ist eine wichtige Grundlage für die weitere Planung deiner Behandlung. Es ist für uns wichtig, über einen längeren Zeitraum den Verlauf deiner Problematik zu beobachten, um nicht nur eine Momentaufnahme der Schwierigkeiten zu erhalten.

Notfälle und Kriseninterventionen
Bei Notfällen und Kriseninterventionen gehen wir etwas anders vor: Hier geht es oft darum, einzuschätzen, ob aktuell eine Gefahr für dich oder andere (z.B. Eigen- oder Fremdgefährdung) besteht. Es ist dann am wichtigsten, diese Gefahr abzuwenden. In einer Notfallsituation vereinbaren wir deshalb einen raschen, eventuell auch sofortigen Termin in unserer Institutsambulanz.

Nach der Diagnostikphase, die einige Wochen, manchmal auch länger dauern kann, führen wir ein sog. Standortgespräch, in dem wir mit dir und deinen Eltern über das Ergebnis der Diagnostik sprechen. 

Wir überlegen gemeinsam, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, geben dir und deinen Eltern Empfehlungen und planen deine Behandlung. Sind mehrere Helfersysteme, z.B. das Jugendamt und die Schule außerhalb der Institutsambulanz beteiligt, werden diese bei Bedarf und auf Wunsch der Familie zu einem Runden Tisch eingeladen, um das weitere Vorgehen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten abzustimmen.

Behandlung/Therapie

Die folgenden Behandlungsformen nutzen wir in unserer Ambulanz:

Beratung:

Wir beraten Kinder, deren Eltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen. Im Abstand von jeweils mindestens drei Wochen finden diese Beratungsgespräche statt. Die Beratung kann auch begleitend zu anderen therapeutischen Angeboten in unserer Ambulanz wahrgenommen werden.

Therapie:

Die Therapie kann als Einzel-, Gruppen- oder Familientherapie stattfinden. 
Wir nutzen Verfahren aus den Bereichen 

  • Verhaltens- und kognitive Therapie
  • Systemische Familientherapie
  • Psychomotorik
  • Ergotherapie
  • Lerntherapie
  • Konzentrations- und Gedächtnistraining
  • Elterntraining

Wenn wir womöglich schon zu Beginn des diagnostischen Prozesses oder im Standortgespräch eine ambulante Psychotherapie empfehlen, können wir diese in der Regel nicht in unserer Ambulanz anbieten, sondern verweisen auf niedergelassene ambulante Psychotherapeuten.

Gruppentherapien (bis auf die soziale Kompetenzgruppe für Asperger-Autisten werden die folgenden Gruppen nicht jederzeit angeboten):

Psychomotorik

Die Bewegung ist die Basis der Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeiten des Menschen und damit Bestandteil der Persönlichkeit. In der Psychomotorik kannst du spielerisch Spaß an Bewegung entwickeln. Wir schulen Fähigkeiten wie Grob- und Feinmotorik, Koordination und Raumwahrnehmung und Wahrnehmung und probieren Methoden zur Entspannung aus. Das kann dir helfen, dich zukünftig in schwierigen Situationen selbst zu beruhigen.

Therapeutische Klettergruppe

Kinder leben ihren Bewegungsdrang oft spontan durch Klettern aus. Das Klettern eignet sich daher gut für die Therapie von Kindern und Jugendlichen. Es ist körperlich anstrengend, fördert deine Willenskraft und psychische Ausdauer. Beim Klettern werden unter anderem große Muskelgruppen - wie z. B. die den Rumpf stabilisierende Muskulatur - beansprucht und Muskelgruppen gefordert, die sonst häufig vernachlässigt werden und die schwer zu trainieren sind (Hand- und Fußmuskulatur). Außerdem trainiert das Klettern deine koordinativen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen, das Miteinander-Kommunizieren, das Aufeinander-Acht-Geben und Sich-Verlassen-Können.

Soziale Kompetenz/ Asperger-Syndrom

Das Gruppentraining für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrums-Störungen ist ein speziell auf diese Patienten zugeschnittenes Kommunikations- und soziales Interaktionstraining. Wir trainieren z.B. Kontakt aufnehmen, Freundschaften gestalten sowie Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle anderer erkennen und berücksichtigen. In der Gruppe können wir diese Fähigkeiten direkt einüben und auch schwierige Situationen gemeinsam erkennen und bewältigen. Die Patienten können so voneinander lernen. Die Gruppengröße liegt bei maximal 3 bis 5 Kindern bzw. Jugendlichen.

In Elternterminen parallel zur Gruppe erarbeiten wir zudem Strategien, wie die gelernten Fertigkeiten sich auch im Alltag weiter vertiefen lassen. Bei Bedarf bieten wir Auffrischungsstunden über einen längeren Zeitraum an.

Soziales Kompetenztraining

Im Sozialen Kompetenztraining vermitteln wir Kinder  und Jugendlichen sozial kompetente Verhaltensweisen. Wir spielen in der Gruppe Alltagssituationen durch und besprechen Themen wie Kommunikation, Gefühle, Konflikte, Selbstsicherheit, sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber auch Themen, die die Kinder und Jugendlichen selbst mit in die Gruppe bringen. 

Die Gruppenteilnehmer erklären sich bereit, wöchentlich an 10 Sitzungen teilzunehmen und sich gemeinsam mit dem Thema Sozialkompetenz zu beschäftigen. Voraussetzung ist eigene Motivation und Lernbereitschaft. Dass die Jugendlichen freiwillig teilnehmen, ist entscheidend für den Erfolg der Gruppe.

Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen (Attentioner)

Dieses neuropsychologische Aufmerksamkeitstraining richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen. Es umfasst ca. 15 Sitzungen à 90 Minuten.
Der Schwerpunkt liegt darauf, dass du parallele Aufgaben bearbeitest, die mit dem Sehen, Hören und Schreiben zu tun haben. Das Ziel ist, dass du nicht nur spielerisch lernst, einen richtigen Lösungsweg zu finden, sondern auch merkst, welche Strategien nicht funktionieren.
Vor der ersten und nach der letzten Sitzung sind Elterngespräche vorgesehen. Weitere Elemente des Trainings sind ein Response-Cost-Token-System (Punkteplan) zum Erlernen angemessenen Arbeits- und Sozialverhaltens sowie Knobelaufgaben, die zu Hause gelöst werden müssen.

Elterntraining

Das Elterntraining ist ein Therapiebaustein für Eltern und Bezugspersonen und Teil unserer multimodalen Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern. Ziel der Psychoedukation ist ein positiver Umgang mit AD(H)S-betroffenen Kindern und Jugendlichen. Wir klären Eltern und Bezugspersonen über das Störungsbild Ihres Kindes, dessen Behandlungsmöglichkeiten, den Umgang mit schwierigen Situationen im Alltag, wie auch in den Lebensbereichen außerhalb der Familie auf. So sollen sie Verständnis für das Kind entwickeln und das selbstverantwortliche Handeln ihres Kindes fördern. Schwerpunkte sind ein angemessener Umgang mit Stress und Konflikten, Hilfen zur Organisation des Alltags und die Entspannung von Beziehungen. Das Training teilt sich in vier Termine zu je zwei Stunden auf und wird von zwei Therapeuten der Ambulanz geleitet.

Lerntherapie

Bei der Lerntherapie fördern wir Kinder und Jugendliche, die in ihrer Leistung beeinträchtigt sind. Mit Konzentrations- und Gedächtnistraining sowie Training des positiven Lernverhaltens. Gemeinsam mit dir finden wir Strategien, wie du dich zum Lernen motivieren kannst und wie du Erfolge erzielen kannst.

Informationen für Eltern

Sozialdienst

Wenn Sie und Ihr Kind zusätzlich zur laufenden Behandlung auch außerklinische Unterstützung benötigen, dann wird unser Sozialdienst tätig.

Die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes kooperieren mit Landratsämtern, Jugendhilfeeinrichtungen, Arbeitsämtern und ähnlichen Institutionen. Sie erarbeiten Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten mit den Therapeuten, den Familien und den außerklinischen Diensten. In sogenannten Runden Tischen werden die verschiedenen außerklinischen und internen Unterstützungsmaßnahmen dann vom Sozialdienst zusammengeführt und gemeinsam der weitere Behandlungsverlauf besprochen. 

Zusammenarbeit zwischen Sozialdienst und Therapie

Die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes sind in der Regel familientherapeutisch ausgebildet und führen bei Bedarf zusammen mit den Therapeuten Familiengespräche auf Basis der Systemischen Familientherapie. 

Ihre Ansprechpartnerin

Veronica Münch

Veronica Münch

Sozialdienst Psychiatrische Institutsambulanz Offenburg KJPP, Dipl.-Sozialarbeiterin

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Weitere Informationen zum Download

Wer Dich behandelt

Leitung

Dr. med. Reta Pelz

Dr. med. Reta Pelz

Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche)

Dr. phil. Dipl.-Päd. Pascal Fischer

Dr. phil. Dipl.-Päd. Pascal Fischer

Leitender Kinder- und Jugendpsychotherapeut der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche) PIA

Dr. med. Frauke Tillmann

Dr. med. Frauke Tillmann

Leitende Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche) PIA

Ärzte

Dr. med. Mariam Salavati

Dr. med. Mariam Salavati

Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche), PIA

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Mohamad Alammori

Mohamad Alammori

Stationsarzt PIA

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Psychotherapeuten

Eva Bonna

Eva Bonna

Psychotherapeutin Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) für Kinder und Jugendliche

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Verena Schreiner

Verena Schreiner

Psychotherapeutin Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) für Kinder und Jugendliche

MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

Wie Du uns kontaktieren kannst

Marion Hartmann

Marion Hartmann

Anmeldung Institutsambulanz

Anja Ziegler

Anja Ziegler

Anmeldung Institutsambulanz

Sabine Martin

Sabine Martin

Chefarztsekretärin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (Kinder und Jugendliche)