Tagesklinik Rastatt

Tagesklinik Rastatt

In der Tagesklinik in Rastatt können wir gleichzeitig 10 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen kinderpsychiatrischen Erkrankungen im Alter von 6 bis 18 Jahren betreuen. Die Behandlung in der Tagesklinik erfolgt teilstationär und dauert in der Regel mehrere Monate.

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Tagesklinik Rastatt

In die Tagesklinik kommst du als Patient nur von morgens bis nachmittags und kannst dann wieder nach Hause gehen und dort die Nacht verbringen. Wenn du dich mit deiner Familie verstehst, zuhause gut für dich gesorgt ist und dein Gesundheitszustand es zulässt, dann kann eine tagesklinische Behandlung für dich sinnvoll sein. 

Ob eine Behandlung in der Tagesklinik sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab und wird in einem Gespräch mit ihr und deiner Familie gemeinsam besprochen.

Was passiert in einer Tagesklinik?

Um zu entscheiden, ob eine Therapie in der Tagesklinik für dich sinnvoll ist, findet mit dir und deiner Familie ein Gespräch statt, in dem alle Fragen über den Ablauf und die Behandlung besprochen werden. Gerne zeigen wir dir die Räumlichkeiten der Tagesklinik bei einem persönlichen Rundgang. 

Sobald ein Behandlungsplatz für dich frei wird, lernst du in einem Aufnahmegespräch deinen behandelnden Therapeuten, deinen Bezugserzieher und die anderen Mitarbeiter des Teams kennen. Dein Therapeut und dein Bezugserzieher sind über den gesamten Zeitraum deines Aufenthalts deine Ansprechpartner und wissen immer über dich Bescheid. 

Im Aufnahmegespräch wird ein übergeordnetes Behandlungsziel festgelegt. Ein Behandlungsziel könnte zum Beispiel sein: „Ich möchte konzentrierter werden und meine Gefühle besser kontrollieren können.“ Oder: „Ich möchte lernen, besser mit anderen Kindern/Jugendlichen zurechtzukommen und mich besser unter Kontrolle halten.“ Das sind natürlich nur Beispiele – dein Behandlungsziel ist immer individuell und richtet sich genau nach deinen Bedürfnissen. Gemeinsam erstellt ihr einen Behandlungsplan, in dem deine Therapien festgelegt werden, der Plan ist ähnlich aufgebaut wie ein Stundenplan in der Schule.

Behandlungsablauf

Mit  Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen, die du natürlich zuhause verbringen kannst, kommst du täglich von 8 bis 16 Uhr zu uns in die Klinik. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, anschließend folgt der Schulunterricht an unserer Klinikschule, damit du nach deiner Zeit bei uns keinen Schulstoff nachholen musst und direkt wieder an den Schulalltag anknüpfen kannst. 

Nach dem Mittagessen hast du Zeit, deine Hausaufgaben zu machen und wirst dabei, wenn nötig, von unseren Fachkräften unterstützt. Danach folgen verschiedene  Therapieeinheiten entweder alleine oder in der Gruppe. 

Über den gesamten Ablauf deiner Behandlung beziehen wir auch deine Familie in Gesprächen mit ein, die etwa einmal pro Woche stattfinden. 

Was wir behandeln

Psychische Erkrankungen sind vielfältig und treten oft auch gleichzeitig zusammen auf. Hier ist eine Liste der übergeordneten Krankheitsbilder, die wir behandeln. Die einzelnen Störungsbilder teilen sich dann nochmal in spezifischere Krankheiten auf.  

  • ADHS und Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
  • Affektive Störungen
  • Depressionen (akut & chronisch)
  • Emotionale Störungen des Kindesalters
  • Pica-Syndrom
  • Schizophrenie
  • Anorexia nervosa
  • Autismus
  • Binge Eating
  • Bulimie
  • Entwicklungsstörungen
  • Essstörungen
  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • schizotype und wahnhafte Störungen
  • Schlafstörungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen des Kindesalters
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Wie wir Dich behandeln

Dein Therapieplan setzt sich aus verschiedenen Therapien zusammen. Wir erstellen gemeinsam einen für dich angepassten Plan. Diese Therapien nutzen wir:

Psychotherapeutische Einzelgespräche

Du triffst dich regelmäßig mit deinem Bezugstherapeuten und ihr erarbeitet gemeinsam, in welchen Bereichen deines Denkens, Handelns und Erlebens Schwierigkeiten vorliegen, damit ihr gezielt daran arbeiten könnt.

Familiengespräche

Es ist wichtig, dass wir auch deine Familie in deine Therapie mit einbeziehen. Gemeinsam ist es einfacher, dich bestmöglich zu unterstützen.

Bezugspflege

Ebenso wie einen Bezugstherapeuten hast du auch eine eigene Bezugspflegekraft, die alle Tätigkeiten übernimmt, die neben therapeutischen und ärztlichen Aufgaben so anfallen. Sie ist außerdem dein persönlicher Ansprechpartner.

Therapeutische Gruppen

Andere Kinder in der Klinik werden ähnliche Probleme haben wie du, deshalb gibt es bei uns viele verschiedene Gruppen, in denen ihr gemeinsam arbeitet, spielt oder unterrichtet werdet. Ein paar Beispiele sind zum Beispiel die Entspannungsgruppe, die Werkgruppe, die Sportgruppe und das therapeutische Klettern.

Ergotherapie

Die Ergotherapie umfasst viele verschiedene Übungen in denen deine Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Konzentration trainiert werden.

Multifamilientherapie

In der Multifamilientherapie behandeln wir gleichzeitig mehrere Familien mit ähnlichen Problemen in einer Gruppe.

Psychoedukation und medikamentöse Therapie

In der Psychoedukation klären wir dich bis ins Detail über deine Erkrankung auf – du wirst sozusagen selbst zum Experten. Das ist wichtig, damit du zum Beispiel eventuelle Symptome erkennen, verstehen und rechtzeitig gegensteuern kannst. Manchmal benötigt man dazu auch Medikamente, das würden wir aber immer genau mit dir und deiner Familie besprechen.

Informationen für Eltern

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Behandlung?

Wir behandeln Ihr Kind, bis das Therapieziel erreicht ist. In der Regel dauert dies ca. 3 Monate.

Bekommt mein Kind immer Medikamente verabreicht?

Nach einer Zeit der ausführlichen Verhaltensbeobachtung, zu der wir auch gerne Medikamente erst mal absetzen, beraten wir Sie über mögliche Therapiemöglichkeiten. Zu diesen zählt in bestimmten Fällen auch eine medikamentöse Behandlung. 

Haben Sie Therapieschwerpunkte?

Unsere Therapien sind verhaltenstherapeutisch ausgerichtet, wir verwenden aber auch systemische Ansätze und ergänzen mit anderen Therapieformen.

Werden die Kosten für die Anreise von den Krankenkassen übernommen?

Bei jüngeren Kindern im Grundschulalter werden die Kosten normalerweise problemlos von den Krankenkassen übernommen, bei älteren Kindern werden diese Kosten unter bestimmten Umständen übernommen (ungünstige Verkehrsverbindungen, Krankheitssymptomatik). Bei älteren Kindern ist das Ziel eine möglichst selbständige Bewältigung des Weges.

Wird Rücksicht auf Unverträglichkeiten, Allergien etc. genommen?

Nach Möglichkeit wird nach individueller Absprache darauf Rücksicht genommen.

Wir haben einen Urlaub geplant, kann der tagesklinische Aufenthalt ggf. unterbrochen werden?

Während des teilstationären Aufenthaltes ist keine reguläre Beurlaubung möglich, es sei denn, diese wird aus therapeutischen Gründen befürwortet. Bitte geben Sie uns beim Vorgespräch Ihre Urlaubswünsche an, dann können wir die Aufnahme entsprechend planen.

Wie lange sind die Wartezeiten?

Diese können sehr unterschiedlich sein und hängen von der Warteliste und der Dringlichkeit ab. Wir versuchen aber bestmöglich eine gute Lösung für ihre Familie zu finden.

Wer ist in der Wartezeit für mein Kind zuständig?

Der behandelnde niedergelassene Therapeut bleibt während der Wartezeit für Ihr Kind zuständig.

Wird mein Kind während des tagesklinischen Aufenthaltes beschult?

Das Kind wird in unserer Klinikschule beschult. Diese nimmt nach einer tagesklinischen Aufnahme Kontakt mit der Heimatschule auf, um den aktuellen Lernstand des Kindes zu erfragen und das Kind entsprechend zu fördern.

Sozialdienst 

Wenn Sie und Ihr Kind zusätzlich zur laufenden Behandlung auch außerklinische Unterstützung benötigen, dann wird unser Sozialdienst tätig.
Die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes kooperieren mit Landratsämtern, Jugendhilfeeinrichtungen, Arbeitsämtern und ähnlichen Institutionen. Sie erarbeiten Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten mit den Therapeuten, den Familien und den außerklinischen Diensten. In sogenannten Runden Tischen werden die verschiedenen außerklinischen und internen Unterstützungsmaßnahmen dann vom Sozialdienst zusammengeführt und gemeinsam der weitere Behandlungsverlauf besprochen. 

Klinikschulen

Im Haus gibt es eine Klinikschule, die in Absprache mit den Eltern besucht wird. Die Mitarbeiter der Klinikschule arbeiten sehr eng mit den Ärzten und Psychologen der Tagesklinik zusammen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Download

Wer Dich behandelt

Dr. med. Reta Pelz

Dr. med. Reta Pelz

Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche)

Dr. med. Marie-Christine Belluc

Dr. med. Marie-Christine Belluc

Leitende Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche) PIA Rastatt

Dr. med. Sibylle Demisch

Dr. med. Sibylle Demisch

Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche) TK Rastatt

Wie Du uns kontaktieren kannst

Anett Berndt

Anett Berndt

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Margarete Fischer

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